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Ehrenamt von der Politik zwischen sich und Flüchtlinge geschoben – muss das sein?! Wohl kaum.

 



Leicht geänderte Fassung vom 14.8. nun auf der Linken Saar - ich fand es übrigens bemerkenswert, dass Landrat Patrik Lauer in seinem SZ-Beitrag ´Lauer: „Ehrenamt fast vergewaltigt“´ vom 16.8. eine sehr ähnliche Position bezieht:

Ehrenamt von der Politik zwischen sich und Flüchtlinge geschoben – muss das sein?! Wohl kaum.

Das Saarland hat sich laut SZ vom 13.8.2015 auf 3.000 neue Flüchtlinge pro Monat einzustellen. Aktuell ist das Zeltlager – eine Zelt-STADT impliziert eindeutig falsche Ausstattung – mit 400 Personen schon vollkommen überbelegt, die Landesaufnahmestelle Lebach pfeift auf dem letzten Loch. DRK ruft um freiwillige Helfer, Malteser, THW und DLRG (u.a. für Technische Einsatzleitung) flankieren, wo sie nur können, selbst die Polizei hilft aus. Die Stellenanzahl im FSJ in der Flüchtlingsbetreuung soll ausgebaut werden, „100 Helfer für unser Land“ soll der Claim lauten. Die Ausgaben für Flüchtlingsbetreuung sind in fünf Jahren von 4,5 auf 26,8 Millionen Euro gestiegen, davon 11,2 Millionen Euro für die Kostenerstattung für die Kommunen.

Das Ehrenamt ist wieder gefragt, quer durch die Reigen der Politiker, die medienwirksam betroffene Gesichter in oder vor der Landesaufnahmestelle machen. Das Ehrenamt, das schon Kultur und Sport vielerorts alleine stemmt, ohne dass eigentlich fast gar nichts mehr geht. Wieviel noch soll auf dem Rücken des Ehrenamts abgeladen werden, damit man unangenehme Schritte vermeiden kann, Geld sparen kann, dass man dann anderenorts in puren Luxus umsetzt? Innenminister Klaus Bouillon und seine GroKos könnten natürlich gerade mit dem Standort Lebach endlich mal genau hinschauen, ob es in Reichweite vielleicht fest angestellte Personen gibt, die rein zufällig bestens ausgestattet sind, teilweise Erfahrung mit Zeltlagern und deren Versorgung haben, die die Logistik und ggf. sogar Wohnraum haben, die Duschen zur Verfügung stellen können uvm. Ganz nebenbei wäre das vielleicht auch mal ein gutes Training für HUMANITÄRE AUSLANDSEINSÄTZE! Man könnte es sicherlich unter SGA, also spezielle Grundausbildung, der Soldat*innen abhaken.

Nur das Ehrenamt nun für die kommenden Monate als Primärlösung an- und einzusetzen ist der falsche Weg.

„Aber der Staat, aber das Land kann doch nicht alles selbst machen, die Kosten!“ Hört man da die GroKos rufen! Doch wie viele ordentliche Wohnungen hätte man wohl statt eines 4. Pavillon (Sb) und eines Theater am Ring (SLS) bauen können? 39 8 Millionen = 47 Millionen! Kein Wunder, dass die Politik nun das Ehrenamt braucht.

In diesem Zusammenhang ist der aktuelle Trend zum Asylbusiness ebenso bedenklich, da dieses mittlerweile ein Milliardengeschäft darstellt. Sicherlich, ein Hotel auszulasten, Geld zu verdienen und später renoviert zu bekommen ist eine feine Sache, wird aber der aktuellen Lage – gerade der Flüchtlinge - nicht gerecht. Hinweis: hier geht es nicht um das Bestandshotel um die Ecke, dessen Inhaber*in sich über fest ausgebuchte Zimmer zu rabattierten Konditionen freut, sondern ehemalige Kasernengelände und neue Flüchtlingsheime, die nur für das Geld abzuschöpfen erworben/errichtet werden. In letzteren Fällen sollte das Land ernsthaft prüfen, ob man nicht statt in weitere Prestigebauten in entsprechende Wohnanlagen und eine größenmäßig angepasste Landesaufnahmestelle investiert, die den zukünftigen Anforderungen gerecht wird. Man hätte mindestens 11,2 Millionen direkt zur Verfügung…

Wir wollen alle den Flüchtlingen helfen, wir wollen alle eine Willkommenskultur zeigen. Nehmt endlich das Geld sinnvoll in die Hand werte GroKos. Einen 4. Pavillon erst in 10-20 Jahren überlebt das Saarland. Investiert jetzt mal lieber für die Menschen!
Lasst den Ehrenamtlichen noch etwas Luft zum Atmen und sorgt für die vor Ort im Einsatz befindlichen, dass sie optimale Arbeitsbedingungen haben.

Phelan Andreas Neumann ‪#‎vivafds_saar‬
Quelle: http://goo.gl/pFF9qe

 


Schlagworte:

 

Phelan Andreas Neumann, 2015/08/19 - 00:45, Artikelkennung: 20150819004505-phelan


Zitierhilfe:
Phelan Andreas Neumann: Ehrenamt von der Politik zwischen sich und Flüchtlinge geschoben – muss das sein?! Wohl kaum., Fassung vom 2015/08/19 - 00:45, http://socials.rodena.de/Blog.php5?id=20150819004505-phelan [eingesehen am 22.07.2017].
oder:Phelan Andreas Neumann: Ehrenamt von der Politik zwischen sich und Flüchtlinge geschoben – muss das sein?! Wohl kaum., Fassung vom 2015/08/19 - 00:45, http://socials.csv.net/Blog.php5?id=20150819004505-phelan [eingesehen am 22.07.2017].

 

 

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